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Aktuelle Trends und Entwicklungen im E-Mobility Sektor

Aktuelle Trends und Entwicklungen im E-Mobility Sektor

E-Mobilität ist bei weitem noch nicht auf dem gleichen Komfortlevel wie herkömmliche Verbrenner. Die Reichweiten sind begrenzt, Ladevorgänge benötigen ein Vielfaches der Zeit von herkömmlichen Tankvorgängen, Batterien sind teuer und benötigen viel CO2 in der Herstellung. Zudem wird in den Lithium-Ionen-Akkus häufig Kobalt verwendet, welches unter anderem im Kongo unter teils katastrophalen Rahmenbedingungen abgebaut wird. Da die kobalthaltigen Produkte oftmals aus China importiert werden, sind Lieferketten nicht transparent, sodass Kinderarbeit und Zwangsarbeit in diesen Abbauprozessen nicht ausgeschlossen werden kann. Neben der Kinderarbeit könnte Kobalt in einigen Jahren knapp werden, wodurch der Preis entsprechend steigen wird. In Anbetracht dieser Fakten ist es Zeit einmal hinter die Kulissen, auf aktuelle Trends und Entwicklungen zu schauen, welche den E-Mobility Sektor aktuell bewegen.

Kobaltfreie Batterien

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt forscht in ihrem aktuellen Projekt HYDRA an nachhaltigen Lithium-Ionen-Batterien. Dabei soll der Anteil an umweltschädlichen Rohstoffen um 85% reduziert sein. Zudem sind diese Batterien frei von Kobalt. Stattdessen setzen die Forscher auf unproblematische Materialien, wie Eisen, Mangan und Silizium. [1] Wird bei Batterien vollständig auf Kobalt verzichtet und der Nickl-Gehalt gesenkt, sind sie nicht nur nachhaltiger, sondern auch preiswerter als Hochnickelbatteriezellen. Durch den Verzicht von Kobalt wird nicht nur das Thema Nachhaltigkeit, sondern auch die Recyclingfähigkeit angesprochen. Es sollen 95 % der verwendeten Metalle wiederverwendet werden.

Smart Meter Gateway

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Anforderungen an intelligente Messsysteme definiert, um deren Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. Erfüllt ein intelligentes Messsystem diese Anforderungen und ist vom BSI zertifiziert, so darf es sich Smart Meter Gateway nennen. Das Smart Meter Gateway ist eine sogenannte Schlüsseltechnologie für die Energiewende, welche als Kommunikationsplattform dient. Generelle Vorteile sind eine erhöhte Transparenz über die Zählerwerte, da diese digital abgerufen werden können. Das bedeutet, es muss auch nicht jährlich der Stromzähler abgelesen werden, da die Verbrauchsdaten sicher an den Stromlieferanten gesendet werden. Auch im E-Mobility Sektor bieten die Smart Meter Gateways weitere Vorteile. Zum einen werden mit vermehrter Nutzung von Smart Meter Gateways die Netze stabiler, da Netzbetreiber einen Überblick über vorhandene Lasten bekommen. Zum anderen profitieren Verbraucher von neuen Services, wie zum Beispiel last- und zeitabhängigen Tarifen. Im Zusammenspiel mit einem dynamischen Lastmanagement lassen sich so die Ladungen von Elektrofahrzeugen auf einer Zeitachse glätten, sodass von günstigen Strompreisen profitiert werden kann.

Laden@Home

Aufgrund attraktiver, staatlicher Förderungen steigen immer mehr Dienstwagenbesitzer von Verbrennungsmotoren auf hybride oder vollelektrische Antriebe um. Die Lademöglichkeiten und -kapazitäten im Unternehmen sind meist begrenzt. Das Laden unterwegs, dass auch als Laden@Road bezeichnet wird, ist oftmals unpraktikabel. Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehen dabei vor der Herausforderung, den Ladestrom korrekt abzurechnen. Eine Möglichkeit ist es, die verbrauchten Kilowattstunden über eine Verwaltungssoftware eichrechtskonform zu ermitteln und direkt in ein ERP System zur Abrechnung zu übermitteln. Der Mitarbeiter stellt seinen Stromvertrag bereit und erhält die ihm entstanden Kosten über die Gehaltsabrechnung automatisch erstattet.

Plug and Charge

Tankkarte, Karte fürs Parkhaus, Kreditkarte, EC-Karte, Versicherungskarte, Visitenkarten, Personalausweis, Führerschein – ein Portemonnaie enthält ohnehin schon zahlreiche Karten. Da wäre es doch schön, wenn für das Laden seines Elektrofahrzeugs nicht noch zusätzlich eine Ladekarte erforderlich wäre. Genau diese Thematik regelt die ISO Norm 15118, besser bekannt unter Plug & Charge. Die Ladesäule identifiziert das Fahrzeug über den Typ 2 Stecker und es wird keine RFID Karte mehr benötigt. Neuere Ladesäulenmodelle, wie zum Beispiel die AMTRON® Wallbox Professional+ von der Firma Mennekes unterstützen diesen Standard. Jedoch muss nicht nur die Ladesäule die ISO Norm unterstützen, sondern auch das Fahrzeug. Dieses ist in dem Fall meist das „Bottleneck“, da Plug & Charge bisher nur von wenigen Fahrzeugen, wie zum Beispiel dem Porsche Taycan, dem Audi e-tron oder dem Smart EQ angeboten werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass E-Mobilität natürlich nicht von heute auf morgen perfekt in Deutschland etabliert wurde und auch nicht im nächsten Jahr perfekt etabliert ist. Vielmehr ist E-Mobilität ein Prozess, eine Wende, um die zunehmende CO2 Belastung zu reduzieren und den Verkehr nachhaltiger zu gestalten.

Mithilfe unserer FITS/eMobility Cloud® haben Sie die Perspektive nicht nur das Laden@Home zu erleichtern, sondern auch das Laden Ihrer Dienstfahrzeuge mit hybriden oder vollelektrischen Antrieben im Unternehmen zu erleichtern. Sie erhalten einen umfänglichen Überblick über all Ihre Ladevorgänge, die mit den Unternehmensladestationen getätigt werden und haben so die Gelegenheit Ihren Ladestrom eichrechtskonform abzurechnen. Es besteht die Möglichkeit sowohl Stromverträge, das Energiemanagement sowie RFID Ladekarten in der FITS/eMobility Cloud® anzulegen. Zusätzlich haben Sie die Option Störmeldungen zu Ihren Ladepunkten anzulegen.


[1] https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/04/20201211_kobaltfreie-batterien-fuer-nachhaltige-elektromobilitaet.html