Neptune Partnerschaft mit Ionic angekündigt.

Einschätzung eines Webentwicklers zu dem Thema hybride Anwendungen

Die Neptune DXP Entwicklungsplattform als schnelle Anwendungsentwicklung für SAP-Kunden ist in den letzten Jahren über SAP hinaus gereift, um die Herausforderungen der heutigen komplexen, hybriden IT-Landschaften in einer einzigen ganzheitlichen Lösung für SAP- und Nicht-SAP-Kunden gleichermaßen zu bewältigen.

In diesem Blog soll es um hybride Apps versus native Anwendungen, sowie die neue Partnerschaft von Neptune und Ionic gehen. Als erstes möchte ich kurz über den Vorteil hybrider Apps sprechen.

Unter den Neptune Kunden und Partnern ist der klassische Ansatz mobile Apps über eine plattformübergreifende Strategie zu erstellen und bereitzustellen – mit einer einzigen Codebasis. Je nach Anzahl der unterstützten Zielplattformen (iOS, Android, Windows) erfordert die Wahl eines nativen mobilen Ansatzes spezielles Fachwissen für jede einzelne Plattform und erhöht damit deutlich die Gesamtkosten der Entwicklung. Für dieses Problem gibt es den Ansatz der hybriden Webanwendungen (auch bekannt als plattformübergreifende Apps) und Progressive Web-Apps, welche sich für einen universellen Ansatz anbieten, der nur Fachwissen auf einem Gebiet voraussetzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen zudem deutliche Probleme im Apple Umfeld, die mit App Zertifikaten, Enterprise Accounts und Restriktionen zusammenhängen. Vor allem Progressive Web-Apps steuern diesen Problemen entgegen. Plattformübergreifende Apps sind in Bezug auf Paketierung und Bereitstellung vielseitiger und insbesondere die nächste Generation ist in Bezug auf Leistung, Hardwareintegration und Bereitstellung einer anpassbaren, markengebundenen Benutzeroberfläche mit nativen Apps vergleichbar.

Basierend auf ihrem Open-Source- und Open-Standards-Ansatz hat Neptune das Cordova Framework als zugrunde liegendes hybrides Web-App-Framework gewählt. In den letzten Jahren war Cordova das Aushängeschild für hybride Web-Apps und der De-facto-Standard in diesem Bereich. Das Ökosystem um sie herum hat sich unter der Apache Software Foundation zu einer gesunden Open-Source-Community entwickelt, die eine breite Palette von Funktionen und Fähigkeiten bietet. Vor allem die Plugins sind eine Bereicherung für die Entwicklung von hybriden Anwendungen. Früher wurden die Cordova Projekte simpel über den Phonegap Build Service zu einer .ipa / .apk File gepackt. Als dieser Service dann von Adobe im Oktober 2020 abgekündigt wurde, entstand auf dem Gebiet ein Vakuum, welches von Neptune Software mit dem eigens in der Neptune Plattform entwickelten Mobile Build Service ausgefüllt wurde. Zertifikate werden einmal erstellt und hochgeladen, die Cordova Anwendung wird über das Neptune Cockpit generiert und nach dem Upload kann über den Voltbuilder Service die .ipa  / .apk File erzeugt und dann verteilt werden. Dieser Ansatz ist noch einfacher als der Phonegap Service. Und deutlich einfacher als die Bedienung über das Cordova CLI, welches doch etwas Expertise und eine Umgebung benötigt, speziell wenn es um iOS geht.

Doch weil Cordova in der aktuellen Situation auch an seine Grenzen kommt und das Reagieren auf die häufigen Änderungen der klassischen Zielplattformen (iOS, Android) sich immer komplizierter gestaltet, ist Neptune Software eine neue Partnerschaft mit Ionic eingegangen. Ionic ist seit vielen Jahren im Bereich der plattformübergreifenden Anwendungsentwicklung tätig, ihre Frameworks haben in der Branche eine breite Akzeptanz erfahren. So konnten sie eine große Entwicklerbasis um sie herum aufbauen.

Mit Capacitor bieten sie eine Plattform, die all die großartigen Ideen von Cordova aufgreift und zusätzliche Fähigkeiten hinzufügt, um es zu einem perfekten Kandidaten für diejenigen zu machen, die Cordova verlassen möchten – auf unkomplizierte Weise. Aus diesem Blickwinkel ist es absolut sinnvoll, Capacitor zu Neptune DXP als abwärtskompatible Alternative für Cordova hinzuzufügen und das ist erst der Anfang. Der Icon- und Splashscreen-Generator von Ionic wird bereits seit Neptune Version 6.0.0 empfohlen.

Der Schritt von Cordova zu Ionic ist durchaus ein spannender, in dem ich, aus Entwicklersicht, viel Potential erkennen kann. Capacitor von Ionic bietet erstklassigen Support für Progressive Web-Apps, indem Plugins auch eine Web-Funktion anbieten können und somit auf iOS, Android und im Web laufen können. Ebenso, wie bereits erwähnt, ist Capacitor abwärtskompatibel zu Cordova, wodurch sich der Pool der verfügbaren Plugins um praktisch alle existierenden Cordova Plugins vergrößert. Wir bei Fink IT-Solutions sind freudig gespannt auf die Änderungen und neuen Möglichkeiten, die durch diese Partnerschaft für uns entstehen.

Bei Fragen rund um das Thema hybride Anwendungen, können Sie jederzeit auf uns zukommen. Wir beraten Sie gerne! Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail and vertrieb@fink-its.de oder rufen Sie uns an +49 931 730403-31.