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FITS/eMobility Cloud: Release 2025.03.00 mit neuen Funktionen

Schlagwörter:

Einleitung

Mit dem Release 2025.03.00 erweitert die FITS/eMobility Cloud (kurz: FITS/eMoC®) ihr Funktionsspektrum an genau den Stellen, an denen Fuhrpark- und E-Mobility-Verantwortliche im Alltag regelmäßig Reibung spüren: Kommunikation aus dem System, saubere Nachvollziehbarkeit von Poolfahrzeug-Nutzung, ein vollständigerer Schadensprozess und bessere Auswertbarkeit über Standard-Dashboards hinaus.

Wenn Sie die FITS/eMobility Cloud als integratives Fuhrparkmanagementsystem und Backend für Ihre Ladeinfrastruktur nutzen, lohnt sich dieser Artikel, weil Sie schnell erkennen, welche Neuerungen für welche Rollen relevant sind, welche Prozesswirkungen zu erwarten sind und welche nächsten Schritte (Konfiguration, Governance, Reporting) sich unmittelbar anbieten.

Prozesse, die mitdenken. FITS/eMobility Cloud

Inhaltsverzeichnis


Was ist die FITS/eMobility Cloud und wofür wird sie genutzt?

Die FITS/eMobility Cloud ist ein integratives Fuhrparkmanagement-System und zugleich Backend für Ihre Ladeinfrastruktur. Sie bündelt typische Aufgaben wie Fahrzeugverwaltung, Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten, Schadensfällen, Verwaltung von Ladestationen sowie die Zuordnung von Tankkarten. Besonders stark spielt die FITS/eMobility Cloud ihre Vorteile aus, wenn sie in eine SAP-Umgebung integriert wird, da sie gängige Standardschnittstellen bedient und damit einen hohen Automatisierungsgrad im Fuhrpark ermöglicht.


Was ist neu im Release 2025.03.00 der FITS/eMobility Cloud?

Im Release 2025.03.00 wurden (neben Bugfixes und kleineren Anpassungen in Fuhrparkverwaltung und Rahmenapplikation) insbesondere vier Punkte umgesetzt:

  1. Anbindung eines eigenen Postfaches für den Mailversand aus der FITS/eMobility Cloud
  2. „Grund der Reise“ als neues Feld im Fahrtenbuch (im Corporate Carsharing verpflichtend)
  3. Erweiterung des Schadensprozesses um zusätzliche Felder (z. B. Versicherungsgesellschaft)
  4. Anbindung der SAP Analytics Cloud für umfangreichere Berichte und Analysen in Echtzeit

Eigenes Postfach anbinden: E-Mails aus der FITS/eMobility Cloud sauber versenden

Bisher war für den Versand aus dem Portal das Standard-Postfach vorgesehen. Mit Release 2025.03.00 kann in der FITS/eMobility Cloud nun ein eigenes Postfach genutzt werden. Die Einrichtung erfolgt initial durch einen Administrator; zusätzlich kann die Funktionalität per Testmail verifiziert werden. Technisch wird dafür eine OAuth Authentifizierung verwendet.

Warum das im Alltag relevant ist

  • Governance & Nachvollziehbarkeit: E-Mails kommen aus einem Postfach, das zu Ihrer Organisation passt (statt „generisch“), was insbesondere bei Audits oder internen Richtlinien hilft.
  • Bessere Zustellbarkeit: Versand über Ihr Mail-Setup kann (abhängig von Ihrer Umgebung) Zustellung, Absender-Reputation und Ticket-Routing vereinfachen.
  • Prozessklarheit: Support-, Fuhrpark- oder Finance-Teams erkennen Absender und Kontext schneller.

Praxis-Tipp (prozessual)

  • Legen Sie fest, welche Art von Systemmails über das Postfach laufen sollen (z. B. Nutzerkommunikation, Statusmeldungen, Erinnerungen).
  • Definieren Sie Verantwortlichkeiten: Wer betreut das Postfach, wer darf Konfiguration ändern, und wie läuft der Nachweis über die Testmail?

„Grund der Reise“ im Fahrtenbuch: mehr Compliance im Corporate Carsharing

Im Fahrtenbuch der FITS/eMobility Cloud kann nun ein Grund der Reise eingetragen werden – also eine kurze Begründung, warum die Fahrt erforderlich war. Im Corporate Carsharing ist diese Angabe verpflichtend, um die Nutzung von Poolfahrzeugen nachvollziehen zu können. Zusätzlich muss eine korrekte Zieladresse mit Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Stadt gepflegt werden.

Was sich dadurch verbessert

  • Nachvollziehbarkeit: Poolfahrzeuge werden transparenter genutzt; Rückfragen lassen sich schneller klären.
  • Richtlinienkonformität: Pflichtfeld-Logik unterstützt Compliance-Standards, ohne dass Teams „manuell“ nacharbeiten müssen.
  • Datenqualität: Vollständige Adressen erhöhen den Wert für Auswertungen (z. B. Standort- und Nutzungsanalysen).

Hinweis für Fuhrparkmanager
Wenn Sie bislang Freitext oder nachgelagerte Begründungen genutzt haben, lohnt sich ein kurzer Abgleich: Welche Kategorien (z. B. „Kundentermin“, „Serviceeinsatz“, „Standortwechsel“) sollen als „guter Standard“ im Unternehmen etabliert werden?


Erweiterter Schadensprozess: vollständiger abbilden, klarer prozessieren

Für die Neuanlage eines Schadens zu einem Fahrzeug wurden zusätzliche Felder ergänzt – beispielhaft wird die Versicherungsgesellschaft genannt. Ziel ist, den Schadensprozess „vollumfänglich“ abbilden zu können. Die Schadensabwicklung soll damit nun durch Fuhrparkmanager bzw. Fuhrparkverantwortliche prozessiert werden; Fahrer können weiterhin Schäden anlegen.

Warum das ein echter Prozesshebel ist

  • Weniger Medienbrüche: Wenn alle relevanten Basisdaten im System liegen, sinkt die Zahl der Rückfragen und Nachfass-Mails.
  • Klarere Rollenverteilung: Fahrer melden, Fuhrpark verantwortet – das reduziert Wildwuchs und erhöht die Bearbeitungsgeschwindigkeit.
  • Bessere Steuerbarkeit: Einheitlichere Datensätze ermöglichen Reporting über Schadenarten, Häufigkeiten, Kostenstellen oder Fahrzeuggruppen.

Empfohlene nächste Schritte

  • Prüfen Sie, ob Sie intern ein Minimal-Set an Pflichtinformationen definieren möchten (ohne Nutzer zu überfordern).
  • Aktualisieren Sie Ihre Arbeitsanweisung: „Schaden melden“ vs. „Schaden bearbeiten“.

SAP Analytics Cloud Anbindung: umfangreiche Berichte und Analysen in Echtzeit

Für umfangreichere Berichte und Analysen kann die SAP Analytics Cloud nun per direkter Verbindung an die FITS/eMobility Cloud angebunden werden. Daten aus dem Portal stehen damit in Echtzeit für individuelle Analysen zur Verfügung – über Standard-KPIs und Dashboards im Portal hinaus.

Wann sich das besonders lohnt

  • Wenn Sie unternehmensweite Reporting-Standards in SAP etablieren (Management-Cockpits, einheitliche Kennzahlenlogik).
  • Wenn mehrere Quellen zusammenlaufen sollen (z. B. Fuhrpark, HR, Finance, Charging), und Sie konsistent analysieren möchten.
  • Wenn Sie Ad-hoc-Analysen brauchen, die über das Standard-Reporting hinausgehen (z. B. Carsharing-Auslastung vs. Standortkapazitäten, Ladeverhalten pro Nutzergruppe).

Wichtig aus Governance-Sicht
Echtzeit ist stark – aber nur dann, wenn Definitionen sauber sind: Welche Kennzahl gilt als „aktive Buchung“, wie werden Fahrten kategorisiert, welche Daten dürfen welche Rollen sehen?


Was bedeutet das Release für Betrieb, Rollen und Governance?

Das Release 2025.03.00 der FITS/eMobility Cloud ist weniger „Feature-Sammlung“, sondern wirkt direkt auf drei Bereiche:

  1. IT & Betrieb: Postfach-Anbindung (OAuth), ggf. Freigaben/Policies, Test- und Abnahmeprozess.
  2. Fachbereich & Prozesse: Pflichtfelder im Corporate Carsharing und ein strukturierterer Schadensprozess erhöhen Datenqualität und Durchlaufzeit.
  3. Controlling & Steuerung: Mit SAP Analytics Cloud können Sie Reporting skaliert aufsetzen – ohne die operative Nutzung im Portal zu verkomplizieren.

Fazit

Mit Release 2025.03.00 liefert die FITS/eMobility Cloud vier praxisnahe Verbesserungen: professioneller Mailversand über ein eigenes Postfach, höhere Nachvollziehbarkeit durch den „Grund der Reise“ (insbesondere im Corporate Carsharing), ein vollständigerer Schadensprozess und skalierbares Echtzeit-Reporting über die SAP Analytics Cloud.

Der größte Hebel entsteht, wenn Sie die Funktionen nicht nur aktivieren, sondern prozessual verankern: klare Rollen, klare Pflichtangaben, klare Kennzahlendefinitionen.


FAQ

Welche Module sind vom Release 2025.03.00 betroffen?

Neben Bugfixes und kleineren Anpassungen (u. a. in Fuhrparkverwaltung und Rahmenapplikation) stehen vier zentrale Neuerungen im Fokus: Postfach-Anbindung, Grund der Reise, erweiterter Schadensprozess, SAP Analytics Cloud Reporting.

Ist „Grund der Reise“ immer verpflichtend?

Im Corporate Carsharing ist der „Grund der Reise“ verpflichtend, um die Nutzung von Poolfahrzeugen nachvollziehbar zu machen.

Kann ein Fahrer weiterhin einen Schaden melden?

Ja. Fahrer können weiterhin Schäden anlegen; die Abwicklung soll jedoch durch Fuhrparkmanager/-verantwortliche prozessiert werden.

Wie erfolgt die Authentifizierung beim eigenen Postfach?

Die FITS/eMobility Cloud nutzt für die Postfach-Anbindung eine OAuth Authentifizierung; ein Administrator richtet die Verbindung initial ein und kann per Testmail prüfen.

Welche Vorteile bringt die SAP Analytics Cloud Anbindung konkret?

Sie ermöglicht individuelle, umfangreiche Analysen in Echtzeit – über die Standard-KPIs und Dashboards im Portal hinaus.

Weitere Informationen:

Hier geht es zur Website: E-Mobilität, Management von Ladestationen und Parkplätzen – FITS/eMobility Cloud®

Weitere Release: FITS/eMobility Cloud® 2025.02.00: Neue Funktionen im Fuhrparkmanagement