Zum Inhalt springen

Blog für S/4HANA, SAP BTP, OpenText, E-Rechnung und Neptune

E-Rechnung in Italien – Fattura PA / SDI

Schlagwörter:

Das Wichtigste in Kürze

Die E-Rechnung in Italien ist eines der umfassendsten und am längsten etablierten E-Invoicing-Systeme in Europa. Bereits seit mehreren Jahren ist die elektronische Rechnungsstellung über das staatliche Austauschsystem Sistema di Interscambio (SDI) für nahezu alle B2G- und B2B-Transaktionen verpflichtend. Grundlage ist das strukturierte XML-Format FatturaPA, das eine vollständige digitale Verarbeitung ermöglicht. Dieser Artikel bietet einen aktuellen Überblick über Pflichten, Formate, Prozesse und Best Practices – mit besonderem Fokus auf internationale Unternehmen und SAP-Systemlandschaften.

E-Rechnung in Italien auf einen Blick

  • Pflicht seit: 2019 (B2B/B2C)
  • Plattform: Sistema di Interscambio (SDI)
  • Format: FatturaPA (XML)
  • Ziel: Steuertransparenz & Automatisierung

Inhaltsverzeichnis


E-Rechnung in Italien – Überblick und Definition

Die E-Rechnung in Italien beschreibt die gesetzlich verpflichtende elektronische Ausstellung, Übermittlung und Archivierung von Rechnungen in einem strukturierten XML-Format. Zentrales Element ist das staatliche Austauschsystem SDI (Sistema di Interscambio), über das alle elektronischen Rechnungen validiert, weitergeleitet und dokumentiert werden. Ziel ist die vollständige Transparenz von Rechnungsdaten, die Reduzierung von Steuerbetrug und die Automatisierung steuerlicher Prozesse.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die E-Rechnung in Italien kein optionales Digitalisierungsinstrument, sondern ein verbindlicher Bestandteil des italienischen Mehrwertsteuersystems.


Ab wann gilt eine E-Rechnungspflicht in Italien?

Die E-Rechnung in Italien ist schrittweise eingeführt worden:

  • B2G: verpflichtend seit 2014/2015
  • B2B und B2C: verpflichtend seit dem 1. Januar 2019

Seitdem müssen nahezu alle in Italien steuerpflichtigen Unternehmen ihre Rechnungen elektronisch über das SDI ausstellen. Ausnahmen bestehen nur für sehr wenige Sonderfälle (z. B. bestimmte Kleinunternehmerregelungen oder spezielle Transaktionen).


Wie funktioniert die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor in Italien?

Im öffentlichen Sektor erfolgt die E-Rechnung in Italien ausschließlich über das Format FatturaPA. Rechnungen an öffentliche Auftraggeber müssen:

  • im XML-Format FatturaPA erstellt werden
  • über das SDI eingereicht werden
  • vor Zustellung eine technische und formale Prüfung durchlaufen

Papier- oder PDF-Rechnungen werden im B2G-Bereich nicht akzeptiert. Erst nach erfolgreicher Validierung durch das SDI gilt die Rechnung als zugestellt.


Wie funktioniert die elektronische Rechnungsstellung zwischen Unternehmen in Italien?

Auch im B2B-Bereich ist die E-Rechnung in Italien vollständig über das SDI geregelt. Unternehmen senden ihre Rechnungen entweder direkt oder über zertifizierte Dienstleister an das SDI. Dieses prüft:

  • Struktur und Syntax
  • Pflichtfelder
  • Steuersätze und formale Plausibilität

Erst nach erfolgreicher Prüfung wird die Rechnung an den Empfänger weitergeleitet. Ablehnungen oder Fehler werden automatisiert zurückgemeldet.


Wird die E-Rechnung in Italien im B2B-Bereich für alle Arten von Kunden gelten?

Ja. Die E-Rechnung in Italien gilt grundsätzlich für:

  • inländische B2B-Transaktionen
  • B2C-Rechnungen (mit besonderen Datenschutzregeln)

Für innergemeinschaftliche und außergemeinschaftliche Umsätze gelten Sonderregelungen. Häufig sind E-Rechnungen über das SDI zwar einzureichen, werden jedoch nicht an den ausländischen Empfänger zugestellt, sondern dienen der steuerlichen Meldung.


Welche Formate sind für die Ausstellung von elektronischen B2B-Rechnungen in Italien zulässig?

Für die E-Rechnung in Italien ist ausschließlich das Format FatturaPA (XML) zulässig. Andere Formate wie PDF, UBL oder EDIFACT sind nicht rechtskonform. FatturaPA ist streng strukturiert und ermöglicht eine vollautomatisierte Verarbeitung durch das SDI.


Wie kann die E-Rechnung in Italien mit SAP umgesetzt werden?

Die E-Rechnung in Italien lässt sich effizient in SAP-Systemen umsetzen, insbesondere mit SAP S/4HANA in Kombination mit zertifizierten E-Invoicing-Providern oder SAP Document and Reporting Compliance (SAP DRC). SAP übernimmt dabei:

  • Erstellung des FatturaPA-Formats
  • Integration mit dem SDI
  • Monitoring, Fehlerhandling und Archivierung

Unternehmen profitieren von durchgängigen Prozessen, hoher Automatisierung und Compliance-Sicherheit. Dabei bieten wir die Unterstützung bei der SAP-Integration an:
👉 E-Rechnung mit SAP | PEPPOL | X-Rechnung | ZUGFeRD – Fink IT-Solutions


Bedeutung von E-Invoicing Italien für deutsche Unternehmen

Für deutsche Unternehmen mit Niederlassungen oder Kunden in Italien ist die E-Rechnung in Italien besonders relevant. Sie gilt europaweit als Blaupause für zukünftige E-Invoicing-Modelle. Erfahrungen aus Italien helfen, sich frühzeitig auf ähnliche Entwicklungen in anderen Ländern vorzubereiten. Vertiefende Einblicke finden sich auch in unserem Blog:

👉 https://blog.fink-its.de/

👉 E-Rechnung in Spanien: Pflicht, Fristen & SAP-Integration

👉 E-Rechnung in Dänemark mit SAP DRC & NemHandel


Zielarchitektur & Best Practices

Eine nachhaltige Architektur für die E-Rechnung in Italien basiert auf:

  • ERP-zentrierter Rechnungslogik
  • zentraler Compliance-Schicht
  • Anbindung zertifizierter Provider
  • automatisiertem Monitoring

Best Practices zeigen, dass ein einheitliches internationales E-Invoicing-Framework langfristig Kosten senken und regulatorische Risiken minimieren kann.


Fazit, Zusammenfassung & Ausblick

Die E-Rechnung in Italien ist ein Paradebeispiel für konsequente Digitalisierung im Steuerwesen. Unternehmen sind gut beraten, das System nicht nur als Pflicht zu betrachten, sondern als Chance zur Prozessoptimierung. Italien bleibt ein Referenzmodell für kommende europäische E-Invoicing-Initiativen.


FAQ

Welche Fristen sind für die Umsetzung vorgesehen?

Die E-Rechnung in Italien ist bereits flächendeckend verpflichtend.

Wird sich das System auf B2G- und B2C-Beziehungen auswirken?

Ja. Die E-Rechnung in Italien gilt für B2G, B2B und B2C mit spezifischen Regelungen.

Was sind die Schlüsselkomponenten für die E-Rechnung in Italien?

FatturaPA, SDI, strukturierte XML-Daten, Validierung und Archivierung.